Let’s get digital – SPS Connect

In einem für die Industrie weltweit herausfordernden Jahr mussten Messeveranstalter ihren Ansatz neu gestalten. Fachmessen fungierten seit jeher als Treffpunkte für spezialisierte Branchen und trugen maßgeblich zur Weiterentwicklung der Technologien bei. Auch die SPS ist seit 30 Jahren als Fachmesseein sehr erfolgreicher Treffpunkt dieser Art. 2020 werden die physischen Türen zwar verschlossen bleiben, dafür hat die Veranstaltung aber das Tor zur digitalen Welt weit geöffnet.
 
Die SPS Connect, die vom 24. - 26.11.2020 stattfinden wird, war ursprünglich als hybride Veranstaltung bzw. als „Phytigal-Format“, wie derartige Events nun genannt werden, geplant. Zu Beginn des Jahres 2020 erschien eine Absage der für das Jahresende geplanten Veranstaltung noch sehr unwahrscheinlich. Angesichts der verschärften Reisebeschränkungen und steigenden Infektionszahlen beschloss die Mesago Messe Frankfurt zusammen mit dem Ausstellerbeirat rasch, die Messe nur auf einer digitalen Plattform stattfinden zu lassen. Im nächsten Schritt wurden die wesentlichen Erfolgsfaktoren der SPS evaluiert. Die SPS ist traditionell als eine Arbeitsmesse bekannt. Hier treffen sich Experten und Fachbesucher: sie suchen aktiv nach Lösungen, sprechen über Herausforderungen und schließen Kooperationen ab. Es sprechen Gleichgesinnte und Fachbesucher über ihre Innovationen, um Feedback und Anregungen zu erhalten. Aussteller demonstrieren und erläutern ihre neuesten Produkte, Vertriebsteams generieren und verfolgen Leads und Experten tauschen sich aus, um neueste Erkenntnisse und Informationen zu sammeln. Wissensaustausch ist eine wichtige Facette der SPS - Smart Production Solutions und sollte daher auch im Fokus des virtuellen Events stehen. Doch wie kann man diese wesentlichen Features auf digitaler Ebene integrieren?
 
Sylke Schulz-Metzner, Vice President für die SPS bei der Mesago Messe Frankfurt, erklärt: "Für unsere Messe, die von persönlicher Interaktion und Verbindung lebt, auf der zufälligen Begegnungen zu experimentellen und innovativen Geschäftsmodellen für die Zukunft führen können, mussten wir uns genau überlegen, worauf sich die SPS Connect konzentrieren sollte. Dies führte zu vielen Diskussionen, doch am Ende war der Konsens: Die digitale Veranstaltung musste Verbindung, Vernetzung und Interaktion in den Vordergrund stellen. Wir bringen die richtigen Aussteller und Besucher zusammen, um die Automatisierung voranzutreiben. Im Zentrum unseres Ansatzes steht der Mensch.”
 
Konzentration auf das Wesentliche

Das Kernelement der SPS Connect ist das KI-gestützte Matchmaking. Durch diese Funktion werden Aussteller und Besucher auf Basis ihrer Angaben im Bereich Suche/Biete zusammen gebracht. Darüber hinaus nutzt die KI die Daten der individuellen Profile sowie das Nutzerverhalten jedes Teilnehmers, um die richtigen Personen einander vorzuschlagen. Teilnehmer können für sie relevante Kontakte sehen, Interesse bekunden und proaktiv Termine vereinbaren.
 
Durch diese intelligente Vernetzung wird Wissensaustausch im Rahmen der SPS Connect optimal gefördert. Über Themen wie Cyber Security und IT in der Fertigung, Robotik/Functional Safety/Motion/DC-Infrastruktur, Künstliche Intelligenz und intelligente Bedienkonzepte und Sensorik, Industrie 4.0, Digitaler Zwilling und Industrielle Kommunikation sprechen auf der Veranstaltung namhafte Referenten. Es werden auch die neuesten Technologien und Ansätze vorgestellt, darunter open62541 OPC UA und Beiträge über Single Pair Ethernet.
 
Mit der Teilnahme der führenden Automatisierungsanbieter wie Siemens, Beckhoff, B&R, Pilz, Bosch Rexroth und Phoenix Contact verspricht die Veranstaltung ein wertvoller Branchentreffpunkt in diesem besonderen Jahr zu werden, um notwendige Ideen, Impulse und Energie zu liefern, um die Branche im Jahr 2021 voranzubringen.
 
Aktuelle Informationen

Auf der Veranstaltungswebsite sps-messe.de veröffentlicht der Veranstalter regelmäßig Updates rund um die SPS Connect und die SPS in Nürnberg. Interessierte können sich dort auch umfassend über einen Besuch der Veranstaltung informieren. Mit dem 100%-Rabattcode „SPS2XMETOV“ ermöglicht die SPS allen Besuchern eine kostenfreie Teilnahme an dem dreitägigen Programm sowie die Nutzung der Plattform für den Austausch und Dialog ab sofort bis Ende Dezember.
 



Geoinformation als Treibstoff der Zukunft

31. August / 1. September 2020 in Rostock-Warnemünde
Die große Vielfalt an bereits heute verfügbaren und zukünftig noch entstehenden Geoinformationen gilt es nachhaltig zu sichern, in ihrer Qualität und Aktualität zu erhalten und in die intensive Nutzung zu überführen. Geoinformation wird uns dabei wie selbstverständlich in Bürgerprozessen, einfachen Fachverfahren und komplexen smarten Umgebungen begegnen, ohne dass wir sie vielleicht explizit so benennen. Das GeoForum MV 2020 bietet dieses Jahr im Sommer die Möglichkeit zur Präsentation von Best-Practice-Beispielen, zur Darstellung von technisch-wissenschaftlichen Ergebnissen und zum persönlichen Erfahrungsaustausch.

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Kick-Off Forschungsprojekt railconnect: Mobilität 4.0 im Schienengüterverkehr

Durch Digitalisierung der Zugabfertigung soll eine Erhöhung der Nutzungsintensitäten von unausgelasteten Bahnwagen, Loks und Trassen im Schienengüterverkehr sowie die Ortung von Bahnwagen ermöglicht werden. Ein Konsortium aus sieben Unternehmen erhält hierfür mit dem Forschungsprojekt railconnect Fördermittel zur Digitalisierung der bisher analogen Zugabfertigung und zum Aufbau einer Kollaborationsplattform für den Schienengüterverkehr. Das Projekt wird gefördert von der Forschungsinitiative mFUND des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Als beteiligte Forschungseinrichtung in dem Projekt ist das FIR an der RWTH Aachen für die Konzeptionierung dieser übergeordneten Kollaborationsplattform sowie die Gestaltung serviceorientierter Geschäftsmodelle in diesem Zusammenhang verantwortlich. Neben der Automatisierung beim Abfertigen eines Zuges mit Hilfe einer App ermöglicht ein datenbasierter Ansatz die Entwicklung und Bereitstellung von weiteren digitalen Dienstleistungen im Kontext des Schienengüterverkehrs.

www.rail-connect.de



Wie gestalten Betriebe ihre Arbeitszeitsysteme in der Arbeitswelt 4.0?

Arbeitszeitmodelle müssen künftig immer flexibler, differenzierter, individueller und ortsunabhängiger werden. Kurz: Sie müssen sich weiterentwickeln, dabei an die gesetzlichen und tarifvertraglichen Vorgaben, an die Bedürfnisse der Betriebe und gleichzeitig der Arbeitnehmer angepasst sein. Die neue ifaa-Broschürenreihe »Bedarfsgerechte Arbeitszeitsysteme in der Praxis«. Sie beschäftigt sich mit komplexer Schichtplangestaltung wie differenzierten Besetzungsanforderungen, unterschiedlichen Wochenarbeitszeiten und Zeitpräferenzen von Beschäftigten. Die Gestaltung muss betriebsspezifisch erfolgen, jedes Unternehmen hat unterschiedliche Rahmenbedingungen. So vermittelt die Broschüre zum einen Grundlagen, zum anderen zeigt sie anhand von Praxisbeispielen Lösungen.
www.arbeitswissenschaft.net



Nachrichten

Ein Erfolgsmodell feiert Geburtstag

Innovativ, leistungsstark und zukunftsorientiert, so präsentierte sich das DFKI in Bremen am 13. Juni zum Festakt anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums. Zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik folgten der Einladung und feierten gemeinsam das Bremer Erfolgsmodell. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen kann 2016 auf zehn Jahre erfolgreiche Forschungsarbeit zurückblicken. Von Beginn an engagieren sich der Bund und das Land Bremen gemeinsam beim Auf- und Ausbau des dritten DFKI-Standorts. Am DFKI in Bremen arbeiten heute mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt – unterstützt von rund 100 studentischen Hilfskräften. In Forschungsprojekten entwickeln sie Robotersysteme der nächsten Generation, die selbstständig komplexe Aufgaben lösen, und sichere eingebettete Systeme, die zunehmend die Geräte unseres Alltags bestimmen. Dabei arbeitet das DFKI eng mit der Universität Bremen zusammen, u.a. im Rahmen der Exzellenzinitiative in dem Graduiertenkolleg System Design (SyDe).
www.dfki-bremen.de



Referenzarchitektur für Industrie 4.0

Das Referenzarchitekturmodell ist eine Voraussetzungen, damit die vernetzte Produktion und das Internet der Dinge in die Tat umgesetzt werden kann – von jedem Unternehmen, egal ob groß oder klein. Den weltweiten Wettlauf werden die Unternehmen des Landes gewinnen, die die besten Strategien sowie nutz- und gewinnbringende Ideen für Geschäftsmodelle entwickeln. Der VDI hat mit dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) eine neue Fassung des gemeinsamen Statusreports „Fortentwicklung des Referenzarchitekturmodells für die Industrie 4.0-Komponente“ veröffentlicht. Die Aktualisierungen basieren auf einem breiten Konsens der verschiedenen Industriebranchen sowie der Wissenschaft. Somit sind die im Statusreport vorgestellten Ergebnisse als Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von Industrie 4.0 in Deutschland zu sehen. Der Statusreport „Fortentwicklung des Referenzarchitekturmodells für die Industrie 4.0-Komponente“ steht kostenfrei zum Download unter www.vdi.de/industrie40. Ebenso ist hier der Zugriff auf alle bisher erschienenen Statusreports zu Industrie 4.0 möglich.
www.vdi.de



Future Work Lab macht Zukunft erlebbar

Die Fraunhofer-Institute IAO und IPA eröffnen mit dem „Future Work Lab“ ein Zentrum, das die Zukunft der Produktionsarbeit erlebbar macht. Mit greifbaren Demonstratoren, Angeboten zur Kompetenzentwicklung und Weiterbildung sowie einer Plattform für den wissenschaftlichen Austausch richtet es sich an Industrie, Arbeitnehmerverbände, Politik und Wissenschaft – und an die Produktionsmitarbeiter der Zukunft. Die Digitalisierung revolutioniert nicht nur die Arbeit in den Produktionshallen, sondern auch Prozesse und Tätigkeiten, die indirekt damit verbunden sind. Mit neuen Technologien kommen neue Fragen auf: Wohin wird sich unsere Arbeit entwickeln? Sagen uns intelligente Maschinen künftig, was zu tun ist und bestimmen den Takt? Oder bestimmen Menschen die Abläufe und werden durch Maschinen optimal in ihrer Arbeit unterstützt? Nicht nur in Sachen Arbeitsteilung entstehen ganz neue Formen der Arbeitsorganisation, beispielsweise, wenn sich Schichtarbeiter spontan per Smartphone absprechen, wie im Projekt „KapaflexCy“ bereits umgesetzt. Gleichzeitig brauchen Unternehmen neue Wege, um einerseits ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt zu qualifizieren und andererseits das Potenzial neuer Technologien optimal einzusetzen. Diese bieten nicht nur die Chance, schneller, besser und motivierender zu produzieren, sondern bringen auch oft disruptive Innovationen und ganz neue Geschäftsmodelle mit sich. Das wird z. B. mit der cloudbasierten IT-Plattform „Virtual Fort Knox“ deutlich, die Produktionsdaten und IT-Services über Apps für beliebige Endgeräte nutzbar macht. Nur wer seine Innovationsprozesse systematisch angeht und strategisch verankert, kann sich in diesem dynamischen Marktumfeld auf Dauer behaupten.
www.ipa.fraunhofer.de